Und sie bewegt sich doch!

Und sie bewegt sich doch!

Liebe Leser:innen

Ein Kollege hat mir kürzlich einen Artikel der NZZ über Kryptowährungen gemailt. Wieder einmal ein Artikel wie es deren viele gibt. Und ich nerve mich zuweilen oft darüber, weil diese meist keinen Tiefgang haben und sich nur an der obersten Oberfläche bewegen. Die wenigsten Journalist:innen haben Kryptowährungen verstanden und schreiben voneinander ab. Für sie sind Kryptowährungen Bitcoin und evtl. noch Ethereum. Die meisten Einwände sind, dass Bitcoin viel Energie verbrauche, könne nur wenige Transaktionen pro Sekunde durchführen oder würde bald verboten werden. Mag sein.

Doch Kryptos und Blockchain sind viel mehr als das. Lies bitte darum meine Antwort an meinen Kollegen unten. Ich hoffe, es gibt dir eine neue Sichtweise auf die Kryptos und vielleicht ein grösseres Bild.

Es lohnt sich.

 

P.S. 1)

Ich habe ähnliches schon einmal erlebt, nämlich, als die Internetblase 2001 geplatzt ist. Ich musste damals viele hämische Kommentar wie «Gibt es das Internet noch?» über mich ergehen lassen. Mein Durchhalten wurde später reich belohnt. So wird es auch mit Blockchain und Kryptowährungen sein. Wetten?

 

P.S. 2)

Den Umsatz von morgen machen die Andersdenkenden von heute. So heisst ein Kapitel meines Buches «Übermorgen». Das Buch verschenke ich derzeit weiterhin.

Viel Spass beim Lesen und Schauen.

 

Mit türkisfarbenen Grüssen

Jörg Eugster

Und sie bewegt sich doch!

Das ist ein weltbekanntes Zitat von Galileo Galilei. Er hatte das Weltbild von damals infrage gestellt. Er musste seine Aussage widerrufen, weil es nicht in die damalige Lehrmeinung passte. So sehe ich auch heute das Weltbild der Kryptowährungen, das von Laien nicht verstanden wird. Sie blasen ins gleiche Horn wie damals die katholische Kirche, denen es nicht passte, dass plötzlich die Erde um die Sonne kreisen soll als wie bisher umgekehrt angenommen.

Hier nun meine Antwort per Mail an meinen Kollegen T.

Antwort an T.

Lieber T.

 

Vielen Dank für den Artikel «Der Kater nach dem Super-GAU im Krypto-Land» in der NZZ vom 6. Juni 2021.

99% der Artikel, die ich über Kryptos v.a. Bitcoin lese, sind auf diesem Niveau. Was heisst, dass 99% der Journalisten keine bis wenig Ahnung von Blockchain und Kryptowährungen haben.

Es erinnert mich an bekannte Zitate sehr bekannter Menschen zu ihrer Zeit:

  • 1946 sagt Thomas Watson, damals CEO von IBM: «Es gibt einen Weltmarkt für 5-6 Computer.»
  • „Matthias Horx, renommierter Zukunftsforscher, sagte 2001, dass sich das Internet nie zum Massenmedium entwickeln werde.
  • Steve Ballmer, CEO von Microsoft, sagte 2007, dass sich das iPhone niemals verkaufen würde, weil es keine Tastatur habe und viel zu teuer sei.

 

Firmen wie Amazon, Google und Facebook wurden zu Beginn genauso nicht verstanden, wie die Kryptos heute. Amazon schrieb viele Jahre lang grosse Verluste. Heute macht Amazon 12’000 USD Umsatz … pro Sekunde. Damals hätte ich gerne Aktien von Amazon, Google und Facebook gekauft, aber ich hatte kein Geld. Zu Facebook habe ich sogar 2012 einen Artikel geschrieben und ausgesagt, nachdem der Kurs nach dem IPO so absackte, dass Facebook nur noch die Hälfte, also 50 Mia., wert war. Im Artikel habe ich geschrieben, Facebook sei weit mehr als 100 Mia. wert. Heute ist FB mehr als 750 Mia. USD wert. Siehe hier.

Artikel über den Wert von Facebook nach dem Börsengang

Artikel über den Wert von Facebook nach dem Börsengang

Hätte man damals auf diese drei gesetzt, wäre man heute steinreich. Viele Firmen hingegen haben es nicht an die Spitze geschafft, wurden aber mit Millionen bewertet, obwohl sie keine Kunden hatten.

Ein Pladoyer für Kryptowährungen, weil ich fest davon überzeugt bin

Die Finma (und andere Finanzmarktaufsichten ebenso) teilen Kryptowährungen in 3 Klassen ein: Payment Token, Security Token und Utility Token. Die meisten Artikel handeln nur von den Payment Token. Das kommt den Banken am nächsten.

Meine langfristige Krypto-Strategie: Ich habe in 45 Kryptos investiert. Davon gibt es deren fünf schon nicht mehr. Einer muss durch die Decke gehen, dann ist es, wie wenn ich im frühen Stadium auf Amazon gesetzt hätte. Mit der Internet-Bubble verschwanden auch mehr Firmen als solche, die sich durchsetzten. Es geht darum, auf die richtigen zu setzen. Welche der Kryptos der Richtige ist, weiss niemand, doch ich mache mir meine Überlegungen wie damals im Internet-Bubble.

Von den 45 Kryptos setze ich vorwiegend auf Utility Token, weil die einen Use Case haben und nicht nur heisse Luft sind wie manche Payment Token (dazu gehören auch Stable Coins). Wer sich letztlich durchsetzen wird, hängt von vielen Faktoren ab, so wie damals auch. Wieso hat sich Facebook und nicht MySpace durchgesetzt? Wieso Google und nicht Alta Vista? Wieso gerade Amazon, das zu Beginn nur Bücher verkaufte? Aber alle drei standen für einen Paradigmawechsel, so wie heute die Kryptos für einen Paradigmawechsel stehen. Sie sind die Ökosysteme der Zukunft. Alles zu sehen und hören in meinem Vortrag gleich unten.

btw

Hier der Link zu meinen Vortrag: Was sind Kryptowährungen wirklich?

Was sind Kryptowährungen wirklich?

 

Wem das zu lange ist, der kann auch meinen Artikel lesen, der das in Kürze zusammenfasst:

https://eugster.info/was-ist-der-nutzen-von-blockchain-und-kryptowaehrungen/

Ach ja, noch etwas:

Banker verstehen Kryptowährungen ebenso wenig wie Journalisten. Beiden Berufsgruppen sollte man meinen Vortrag oben zur Pflicht machen, damit sie ein erweitertes Verständnis gewinnen. Doch werden sie vermutlich die 90 Minuten nicht durchhalten, weil die Journalisten lieber kurze News mit wenig Tiefe verbreiten. Und die Banker werden lieber sagen, dass sie Kryptos keine Zukunft sehen, und ins gleiche Horn blasen, die die Fehleinschätzen von heute verbreiten.

Und sie bewegt sich doch!

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